Alte Heizungen müssen erneuert werden

Am 16. Oktober hat die Bundesregierung die neue Energieeinspar-
verordnung (EnEV) verabschiedet. Mit der Novellierung der Verordnung will die Bundesregierung dem Ziel näher kommen, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Die neue Verordnung hat auch Auswirkungen auf den Bestand alter Heizungsanlagen.

Eine Solaranwärmeanlage entlastet auf Dauer nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch nachfolgende Generationen.

Eine Solaranwärmeanlage entlastet auf Dauer nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch nachfolgende Generationen.

Cölbe, 17. Oktober 2013

Über 30 Jahre alte Heizungen müssen ausgetauscht werden
Neben den Anhebungen der energetischen Anforderungen bei Neubauten sieht die EnEV 2014 vor, dass alte Öl- und Gas-Heizungsanlagen, die älter als 30 Jahre sind, ausgetauscht werden müssen. Bisher galt diese Pflicht nur bei Heizungsanlagen, die vor 1978 eingebaut wurden.

Aber, keine Regel ohne Ausnahme: Ausgenommen von der neuen Änderung sind jedoch Brennwert- und Niedertemperaturkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben. Außerdem von der Austauschpflicht befreit sind Hausbesitzer, die seit mindestens 1. Februar 2002 Häuser mit 30 Jahre alten Heizungen selbst bewohnen. Wechselt allerdings der Hauseigentümer, so ist die Pflicht innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen.

Die neuen Vorgaben der Novelle werden voraussichtlich im Frühsommer 2014 in Kraft treten.

Alte Heizungen ersetzen durch ökologisch und ökonomisch effiziente Heiztechnik
Solarwärmeanlagen kombiniert mit einem Gas-Brennwertgerät oder Pelletkessel bieten Hausbesitzern die Möglichkeit, ihre alten energiekostenintensiven Heizungsanlagen durch moderne und sparsame Anlagentechnik zu ersetzen. Die attraktiven Fördermaßnahmen vom Bund, einzelner Länder sowie Städten und Gemeinden erleichtern die Investition erheblich.

Mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung sparen Anlagenbesitzer jährlich 30 Prozent Heizkosten und mehr. Zudem lässt sich die Solaranlage direkt an Spül- und Waschmaschine anschließen. Das spart zusätzlich die Stromkosten für die Wassererwärmung. Rechnet man bei einer Mindestlebensdauer von 20 Jahren alles zusammen, so bleibt unterm Strich nicht nur ein gutes Stück Unabhängigkeit und eine positive Ökobilanz übrig, sondern auch ein deutliches Plus im Geldbeutel.

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