Bundestag verabschiedet Anpassung der Solarstromförderung

2. März 2011

Berlin, 25. Februar 2011. Bundestag beschließt die im Januar 2011 zwischen Bundesumwelt-ministerium und Solarbranche beschlossene Einigung einer vorgezogenen Kürzung der Solarstromförderung.

Die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die vom Bundestag beschlossen wurde, sieht eine vorgezogene und flexible Anpassung der Solarförderung vor. Die Solarbranche begrüßt diese Änderung, die gleichsam Klima- und Verbraucherinteressen wahrt.

Bereits ab dem 1. Juli 2011 kann die Solarstromförderung um 3 bis 15 Prozent gekürzt werden, in Abhängigkeit vom Zubau an Solarstromleistung. Berechnungsgrundlage für die mögliche Förderkürzung ist die Entwicklung der Nachfrage nach Solarstromanlagen in der Zeit von  März bis Mai diesen Jahres. Die Nachfrage in diesem Zeitraum dient als Basis, um eine Prognose für das gesamte Jahr 2011 aufzustellen. Im Falle einer starken Nachfrageprognose  wird die Förderkürzung auf den 1. Juli vorgezogen. Lässt die Prognose einen Zubau von weniger als 3,5 GWp erwarten, erfolgt die Anpassung der Fördersätze erst Anfang 2012.

„Die vorgezogene, zubauabhängige Anpassung der Solarförderung wird dazu beitragen, dass sich der deutsche Photovoltaik-Markt auf einen jährlichen Zubau von 3 bis 5 Gigawatt einpendeln wird und damit die Umlage für Solarstrom auf rund 2 Cent pro Kilowattstunde begrenzt werden kann“, erklärte Günther Cramer, Präsident des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar).  Die Solarstromumlage macht damit konstant ca. 8% vom Verbraucherstrompreis aus. Gleichzeitig steigt der Solaranteil am deutschen Stromverbrauch von derzeit ca. 3%  bis auf prognostisch 10% im Jahr 2020 (siehe Grafik). 

 

BSW_positiver Nutzen

Cramer weiter: „Unsere PV-Roadmap und die Anpassung der Solarstromförderung werden zu einer weiterhin hohen Akzeptanz der Bevölkerung für Solarenergie beitragen. So kann sich Solarenergie auch zukünftig zu einer wichtigen Säule der Energieversorgung entwickeln, die Wertschöpfung im eigenen Lande generiert. Allein über 130.000 Jobs hat die PV-Branche inzwischen in Deutschland geschaffen.“ In der Stromerzeugung sind die Bereitschaft und das Interesse in der Bevölkerung besonders groß, auf Alternative Energien zu setzen, dies zeigt der stetig wachsende Markt der alternativen Solarstromerzeugung in den letzten Jahren. Solarstrom wird wettbewerbsfähig werden und bei den Erneuerbaren Energien zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch die dezentrale Stromnutzung, sprich der Eigenverbrauch der selbst erzeugten Strommenge, wird dabei ebenfalls eine wachsende Rolle spielen. 

Die jüngste Förderänderung findet im Rahmen des Europaanpassungsgesetzes Erneuerbare Energie (EAG EE) statt und wird voraussichtlich am 18. März den Bundesrat passieren.

Informationsquelle: Pressestelle Bundesverband der Solarwirtschaft e.V.

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