Hessens Kommunen engagieren sich aktiv für den Klimaschutz

23. Januar 2012

Teilnehmer und Teilnehmerinnen des mittelhessischen Clustertreffens "100 Kommunen für den Klimaschutz"

Cölbe, 23. Januar 2012. Im Rahmen der hessischen Nachhaltigkeits-
stratgie wurde das Projekt „100 Kommunen für den Klimaschutz“ ins Leben gerufen. Das hessische Umweltministerium lädt VertreterInnen der teilnehmenden Kommunen in regelmäßigen Abständen zu einem Clustertreffen ein. Am 11. Januar 2012 fand ein weiteres Treffen statt, diesmal in der Gemeinde Cölbe bei Marburg. Durchgeführt wurde die Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Akademie des ortsansässigen Solarspezialisten Wagner & Co Solartechnik.

 

Kommunen unterzeichnen Charta: 100 Kommunen für den Klimaschutz
Das Land Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, alle Potentiale zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz zu nutzen und auszubauen. Kommunen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Kommunen einsetzen, unterzeichnen die Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“. Mindestens 100 Kommunen sollen sich an dem Projekt beteiligen. Bis jetzt haben 118 hessische Kommunen die Charta unterzeichnet. 

Clustertreffen Mittelhessen zeigt Potenzial für Kommunen auf
Das Klimaschutz-Projekt teilt sich in die drei Cluster: Nord-, Mittel- und Südhessen. Am 11. Januar fand das erste mittelhessische Clustertreffen dieses Jahres in den Räumlichkeiten der Wagner & Co Akademie in Cölbe statt. Der Kreis der 40 TeilnehmerInnen setzte sich zusammen aus Bürgermeistern, VertreterInnen kommunaler Bauämter, Energie- und Klimaschutzbeauftragten der Kommunen, VertreterInnen des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Regierungspräsidiums Gießen, einem Vertreter einer hessischen Bank sowie den Referenten.

v.l.n.re: Thomas Rotarius, Erster Beigeordneter der Gemeinde Cölbe, und Volker Carle, Bürgermeister der Gemeinde Cölbe

Begrüßt wurden die TeilnehmerInnen von Volker Carle, dem Bürgermeister von Cölbe, und Markus Porth, Vertreter des hessischen Umweltministeriums. Christof Biba, Marketingleiter Photovoltaik und Mitglied der Geschäftsleitung bei Wagner & Co, stellte das Unternehmen Wagner & Co Solartechnik vor, das seit über 30 Jahren als einer der Solarpioniere Solarsysteme und Know-how in den Bereichen Solarwärme, Solarstrom und Pellet-Heiztechnik anbietet. 

 Solarkataster bieten objektive Transparenz
Herr Nepomuk Reinhard vom Unternehmen International Solar Information Solutions (ISIS) stellte das von ISIS entwickelte Solarkataster vor, das den BürgerInnen eine unabhängige und objektive Transparenz über die Dacheignung für die solare Nutzung bietet. Ein solches Solarkataster kann für jeden Landkreis erstellt werden. Die TeilnehmerInnen des Clustertreffens erkannten das erhebliche Analysepotenzial, das ein Solarkataster bietet. 

Bürgerbeteiligung gewünscht
Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Frau Evelyn Bamberger von der Solardach Invest GmbH aus Cölbe. Frau Bamberger zeigte auf, welche Möglichkeiten für BürgerInnen bestehen, um sich an Anlagen für erneuerbare Energien zu beteiligen und stellte einige von der Solardach Invest GmbH bereits realisierte Projekte vor. Alle anwesenden VertreterInnen der Kommunen waren sich einig darüber, dass eine Energiewende auf regionaler Ebene nur unter Beteilung der Bürger und Bürgerinnen funktionieren kann.

 

 Weiterführende Informationen:

Bürgerbeteiligungen an Solarstromanlagen:
Es gibt verschiedene Anlageformen, wie BürgerInnen sich direkt an Solarstromanlagen beteiligen können.

 

100 Kommunen für den Klimaschutz
In der Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“, verpflichten sich die unterzeichnenden Unternehmen, auf der Grundlage einer CO2-Bilanz einen kommunalen Aktionsplan für den Klimaschutz zu erstellen, diesen umzusetzen und in regelmäßigen Zeitabständen über die konkrete Umsetzung zu berichten. Die Einsatzmöglichkeiten an Erneuerbaren Energien sollen dabei genauso geprüft und umgesetzt werden wie die Möglichkeiten der Energieeinsparung. Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen, die wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig zu sichern.

Hier können Sie nachschauen, welche hessischen Kommunen sich an dem Projekt beteiligen und die Charta unterzeichnet haben:
www.hessen-nachhaltig.de 

 

Quellen:
www.hessen-nachhaltig.de
Charta „100 Kommunen für den Klimaschutz“: www.hessen-nachhaltig.de
International Solar Information Solutions: www.isis-solar.de

 

 

 

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