Tausende Menschen protestieren in Berlin gegen Solar-Kürzung

6. März 2012


Die Belegschaft von Wagner & Co Solartechnik bei der Protestkundgebung in Berlin am 05. März 2012

 

Berlin, 06. März 2012. Mehr als 11.000 Menschen haben am Montag in Berlin vor dem Brandenburger Tor gegen die Kürzung der Solarförderung protestiert. Auch Wagner & Co Solartechnik war mit zahlreichen MitarbeiterInnen vor Ort vertreten.

 

 

 

 

Spitzenpolitiker und Mehrheit der Bevölkerung sind solidarisch mit Solarbranche
Aufgerufen zu der Großkundgebung am Brandenburger Tor hatten der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) zusammen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der IG Metall, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Deutschen Umwelthilfe (DUH). 

Die Beschäftigten aus den Unternehmen der Solarbranche und BefürworterInnen der Solarenergie hatten sich bei strahlendem Sonnenschein vor dem Brandenburger Tor versammelt, um gegen die massiven Kürzungspläne der Bundesregierung zu protestieren. Aktuelle repräsentative Befragungen des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid haben ergeben, dass zwei Drittel der BundesbürgerInnen diese Kürzungspläne ablehnen. 

Unter den Demonstrierenden waren auch zahlreiche MitarbeiterInnen von Wagner & Co Solartechnik. Wegen der weiten Anreise starteten diese bereits morgens um 5 Uhr mit Bussen nach Berlin, um pünktlich an der Kundgebung teilzunehmen. 

Spitzenpolitiker wie Sigmar Gabriel, Jürgen Trittin und Gregor Gysi sprachen zu den Demonstrierenden und bekundeten ihre Solidarität mit den Beschäftigten der Solarbranche. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel betonte, es gehe nicht nur um die Solarindustrie, sondern auch darum, ob die Energiewende geschafft werde. 

Kürzung der Solarförderung bringt die Energiewende in Gefahr
Die Veranstalter der Kundgebung appellierten an die Mitglieder des Deutschen Bundestages und die Bundeskanzlerin, auf zusätzliche Kürzungen der ohnehin stark rückläufigen Solarförderung weitestgehend zu verzichten. Die Solarbranche befürchtet einen Markteinbruch von bis zu 75 Prozent für den Fall, dass die Gesetzesinitiative nicht gestoppt oder erheblich nachgebessert wird. Der Betrieb neuer Solarstromanlagen sei ansonsten überwiegend nicht mehr rentabel, eine Insolvenzwelle unvermeidbar und 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Energiewende sei ohne einen weiteren kraftvollen Ausbau der Solarstrom-Nutzung nicht zu schaffen.

 „Statt zu beschleunigen bremst die Regierung bei der Energiewende. Es ist absurd, dass der Photovoltaik-Ausbau ausgerechnet in dem Moment massiv eingeschränkt werden soll, in dem die Kosten für neue Solarstrom-Anlagen deutlich sinken und die Förderung der Solarenergie kaum noch nennenswerte Effekte auf die Stromtarife hat“, sagt Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe.  

Quelle: Pressemitteilung BSW-Solar

 

 


Bildquelle: Wagner & Co Solartechnik GmbH

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