
Berlin, 11. Mai 2012. Der Bundesrat hat den eingereichten Gesetzentwurf zur Kürzung der Solarförderung gestoppt. Mehrheitlich stimmten die Vertreter der Bundesländer für eine Anrufung des Vermittlungsausschusses. Der Bundesverband Solarwirtschaft sowie die Solarbranche begrüßen die Anrufung des Vermittlungsausschusses. weiterlesen…

Kooperationspartner "Ihre regionale Energiewende" mit Vertretern der Gemeinden Cölbe, Lahntal, Münchhausen und Wetter

Eröffnung der Solartankstelle beim Autohaus Gnau, v.li.n.re.: Holger Armbrüster, Leiter Vertrieb Stadtwerke Marburg, Stefan Gnau, Geschäftsführer Autohaus Gnau, Steffen Stiehl, Projektleiter Wagner & Co, Sandra Christiansen, Pressesprecherin Wagner & Co

v.l.n.re: Christof Biba, Mitglied der Geschäftsleitung und Marketingleiter Photovoltaik bei Wagner & Co, Norbert Rechlin, Vertriebsleiter Wagner & Co, Derrick Kowalski, Verkaufsleiter REC Solar, Gonzalo de la Viña, Managing Director, REC Solar Germany GmbH
Unter dem Motto „Deine Energiewende“ informiert die Woche der Sonne vom 4. bis 13. Mai 2012 bundesweit über Solarenergie. Vereine, Handwerker, Schulen, Kommunen, Energieberater und Solarbegeisterte können noch bis Anfang Mai eigene Veranstaltungen online anmelden.
Berlin, 15. März 2012 ‐ Die Energiewende läuft unaufhaltsam ‐ und jeder kann mitmachen. Während der Woche der Sonne vom 4. bis 13. Mai 2012 informieren Experten, Praktiker und Solarbegeisterte bei tausenden Veranstaltungen in ganz Deutschland umfassend über Solarstrom und Solarwärme. Interessierte Betriebe, Vereine, Schulen, Kommunen oder Privatpersonen können noch bis Anfang Mai eigene Veranstaltungen rund um die Solarenergie planen und diese unter www.woche‐dersonne.de/veranstalter‐werden in den bundesweiten Veranstaltungskalender eintragen.
Der Kreativität bei der Veranstaltungsplanung sind keine Grenzen gesetzt. Ob Besichtigung eines Sonnenkraftwerks, Tag der offenen Tür mit Würstchen vom Solar‐Grill, Erlebnisausflügen zu Solaranlagen in der Umgebung oder Testfahrt mit einem Solarmobil: Alle lokalen Teilnehmer können sich kostenlos online registrieren und sich in die bundesweite Veranstaltungssuche eintragen. Auf Wunsch erhalten sie ein Gratis‐Aktionspaket mit Info‐Materialien, Give‐aways und Tipps für die Veranstaltungsplanung. Im vergangenen Jahr besuchten bundesweit mehr als 400.000 Menschen die Veranstaltungen während der Woche der Sonne.
Die Aktionswoche steht diesmal ganz im Zeichen des Mottos „Deine Energiewende“. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema solare Selbstversorgung. „Mit Solartechnik können Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Energiewende teilhaben und selbst Strom und Heizwärme erzeugen“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW‐Solar), der die Woche der Sonne zum sechsten Mal initiiert: „Gemeinsam mit den vielen hundert Veranstaltern im ganzen Bundesgebiet wollen wir zeigen, was Solarstrom‐ und Solarwärmeanlagen in der Praxis leisten.“
Mit der Woche der Sonne machen sich Initiativen, Verbände, Kommunen und Unternehmen seit 2007 gemeinsam stark für den Ausbau der solaren Energieerzeugung. Partner sind u. a. die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), Handwerksverbände und der Deutsche Städte‐ und Gemeindebund (DStGB).
Organisiert wird die Woche der Sonne vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW‐Solar). Mehr Informationen im Internet unter

Die Belegschaft von Wagner & Co Solartechnik demonstriert in Kirchhain vor der Kollektorfabrik gegen die geplante Kürzung der Solarförderung
Cölbe, 24. Februar 2012. In mehreren deutschen Städten gingen gestern tausende Beschäftigte der Solarbranche auf die Straße, um gegen die von Wirtschaftsminister Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) ausgehandelten drastischen Kürzungspläne, zu demonstrieren. Die Belegschaft des Solarunternehmens Wagner & Co mit Sitz in Cölbe und Kirchhain protestierte gegen die Kürzungspläne mit einer symbolischen Werksschließung.
Protest gegen Förderkürzung und Argumente für Nutzen der Solarenergie
Auf Plakaten und Bannern brachten die MitarbeiterInnen von Wagner & Co ihren Protest zum Ausdruck und forderteten den Bundeswirtschaftsminister auf, die Kürzungspläne fallen zu lassen. Christof Biba, Mitglied der Geschäftsleitung bei Wagner & Co, warnte: „Die Energiewende kann nur Wirklichkeit werden, wenn die Politik das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) nicht radikal verändert. Seit 2008 hat sich die Vergütung für Solarstrom bereits halbiert, der Anteil am Strommix beträgt 4%. Die völlig überzogenen Kürzungspläne bedrohen die gesamte Solarbranche in Deutschland und damit über 100.000 Arbeitsplätze.“ Biba hob hervor, dass bei der Diskussion um die Solarenergie in den Medien vor allem die Kosten in den Vordergrund gerückt werden, nicht aber der Nutzen. Solarstrom erreicht bereits in diesem Jahr das Preisniveau von Haushaltsstrom. Bis 2020 kann Solarstrom mehr als 10% des Strombedarfs in Deutschland decken. Die Umlage auf den Strompreis wird dabei von derzeit 2 Cent pro kWh nur noch minimal erhöht, obwohl die energieintensive Industrie nicht an den Kosten beteiligt wird.
Protestaktion unter Beteiligung der regionalen Politik
An der Protestaktion in Kirchhain nahmen auch Politiker aus der Region teil. Dr. Franz Kahle, Bügermeister der Universitätsstadt Marburg, betonte, dass mit der Photovoltaik gerade die regionale Wertschöpfung gestärkt wird. So profitieren von dem Ausbau der Solarenergie nicht nur die in Deutschland angesiedelten Solarunternehmen, sondern auch die vielen regionalen Handwerksbetriebe und privaten Betreiber einer Solarstromanlage. Vertreter der Kommunen brachten zum Ausdruck, dass mit der geplanten Kürzung der Solarförderung jegliche Planungssicherheit verloren geht. Deutschlandweit versuchen Kommunen ihre Energieversorung, unter Beteiligung der BürgerInnen, selbst in die Hand zu nehmen. Die regionalen Wirtschaftsstandorte sollen damit gestärkt und die Arbeitsplätze in der Region erhalten werden. Die Kürzungspläne der Bundesregierung könnten solche Vorhaben zunächst auf Eis legen.
Symbolische Werksschließung
Christof Biba und Thomas Payer machten auf die drastischen Folgen der Förderkürzung aufmerksam und verhängten symbolisch ein Solarmodul mit einem Tuch, auf dem die Sonne mit abgebrochenem Sonnenstrahl als Motiv abgebildet war. Zudem verließen die MitarbeiterInnen von Wagner & Co für kurze Zeit das Werksgelände. In Deutschland könnte für viele Solarunternehmen das Licht ausgehen.
Hintergrundinformationen – geplante Förderkürzung
Die geplanten Kürzungen reichen von 20 Prozent bei Kleinanlagen bis zu über 30 Prozent bei größeren Anlagen und Freiflächenanlagen. Zudem sollen nur noch 90 Prozent des Stroms komplett zu garantierten Preisen abgenommen werden, bei Kleinanlagen sogar nur noch 85 Prozent. Der restliche Strom muss entweder selbst verbraucht oder vermarktet werden. Ab Mai wird die Förderung zusätzlich um 0,15 Cent für alle Solarstromanlagen jeden Monat gekürzt.
Warum Solarstrom unverzichtbar ist für die Energiewende
eeg2012_argumente.pdf
Der volkswirtschaftliche Nutzen der Photovoltaik ist höher als die Kosten